Mittwoch, 15. Oktober 2014

Konzept Bahnhof Leisnig vom 1. Oktober 2014...


Konzept

 

Bahnhof Leisnig

 

„Visitenkarte für eine

historische Stadt“

 

 

Ein sozio-kulturelles

Kommerz-, Kunst- und Bauprojekt.

 

                        Erstellt am 1. Oktober 2014

                                              

Konzeptverfasser:

 

Erwin  Feurer

Am Schloss 3

D-02627 Radibor

 


Inhalt

 

A. Visionen und Utopien für einen Bahnhof und eine historische Stadt                 

 

1. Vorbemerkungen                                                                                                             

2. Ausgangslage                                                                                                                 

3. Denkmalpflegerische Bedeutung                                                                                    

4. Grobe Zielsetzung der jetzigen Eigentümerschaft                                                            

5. Erweiterte mögliche Zielsetzungen                                                                                   

6. Bisherige und laufende Aktivitäten                                                                                             

7. Meine persönlichen Interessen                                                                                        

 

B. Bau- und Nutzungskonzept

 

8. Baukonzept

9. Voraussetzungen eines Nutzungskonzepts

10. Aktuelle Lagebeurteilung

11. Vorschlag für ein erstes Nutzungskonzept

12. Bauliche Massnahmen

13. Kosten

14. Finanzierung

15. Antrag auf Förderung

 

C. Von der Vision zur Realität

 

16. Schlussbemerkungen

 

 

 

 

 

A. Visionen und Utopien für einen Bahnhof und eine historische Stadt

 

„Utopien sind Wunschbilder, die der Gegenwart weit enteilen, das Mögliche im Wirklichen erkunden und Blaupausen einer anderen und besseren Zukunft liefern. In ihnen verrät die Gesellschaft nicht nur wie sie ist, in ihnen befindet sie auch darüber, wie sie sein soll. Indem sie sich den restriktiven Bedingungen der Realität entziehen, einen radikalen Bruch mit Gegenwart und Vergangenheit vollziehen und eine ideale Gegenwelt zu ihnen aufbauen, setzen Utopien alte Denk-, Handlungs- und Sehgewohnheiten außer Kraft und unbekannte Wahrnehmungs-, Hör- und Sichtweisen ins Werk. Meist kommen sie zum Zug, wenn Denken und Sein, Möglichkeiten und Wirklichkeit sich im krassen Missverhältnis befinden und das „historisch-gesellschaftliche Sein“ gesprengt und verändert werden muss.“[1]

 


 

 

1. Vorbemerkungen

 

1.1. Das im Folgenden vorgelegte Konzept ist im Anschluss an den Konzeptansatz vom 15. September 2014 erarbeitet worden, um schnellstmöglich den Bahnhof Leisnig zu reaktivieren und revitalisieren.

 

1.2. Es wird unterteilt einerseits in ein Baukonzept und andererseits in ein Nutzungskonzept. Vorerst wird ein öffentlichkeitstaugliches und förderfähiges Nutzungskonzept erarbeitet, dem anschliessend die baulichen Massnahmen subsumiert werden, die notwendig sind, um die geplante Nutzung umzusetzen. Besonders zu berücksichtigen ist dabei, dass es sich beim Bahnhof Leisnig um ein geschütztes Kulturdenkmal handelt, das zumindest in seiner äusseren Form nicht verändert werden darf und im Inneren mit höchstem Respekt vor dem bedeutenden Kulturgut behandelt werden muss.

 

1.3. Die Anforderungen und Auflagen der Oberen und Unteren Denkmalpflegebehörden haben höchste Priorität; diese Prämissen decken sich im Übrigen vollkommen mit der Auffassung von Kulturgüterschutz des Konzeptverfassers und der Eigentümerschaft.

 

1.4. Voraussetzung sowohl für ein Baukonzept als auch für ein Nutzungskonzept ist ein gesicherter und gesunder Baukörper. Daran wird bereits gearbeitet; diesbezüglich ist durch das Bauplanungsbüro Schröder, Herrn Maik Schröder, Döbeln, am 30.9.2014 bereits ein Antrag auf Zuwendung zur Erhaltung und Pflege eines Kulturdenkmals beim Referat Denkmalschutz gestellt worden, beinhaltend die Dachsicherung. Die dafür notwendigen Eigenmittel sind dabei von der Eigentümerschaft abgesichert.

 

1.5. Weitere Arbeiten an der Aussenhülle sind bereits ausgeführt und von der Eigentümerschaft bezahlt worden; diese Arbeiten werden laufend fortgesetzt entsprechend den finanziellen Möglichkeiten bzw. der Liquidität der Eigentümerschaft. Primäres Ziel ist, das Bauwerk gesund zu machen; ein ästhetisch hervorragendes äusseres Erscheinungsbild - in Einklang und Absprache mit der Denkmalpflege - soll nach der Inbetriebnahme gemäss Nutzungskonzept aus einem erfolgreichen Geschäftsverlauf finanziert werden.

 

1.6. Angestrebt wird eine finanziell jederzeit vollständige Abdeckung sämtlicher ausgeführten Arbeiten inkl. Materialien sowie - wenn irgend möglich - keine Fremdverschuldung.

 

1.7. Im Folgenden wird ein Nutzungskonzept vorgestellt, das für die Eigentümerschaft denkbar und realisierbar scheint. Es ist interaktiv, fragmentarisch aufgebaut in der Absicht, dass die Öffentlichkeit, insbesondere Gewerbe, Handel, Industrie in und um die Stadt Leisnig sowie die politischen Parteien und die Vereine  auf die Gestaltung und Nutzung des Leisniger Bahnhofs Einfluss nehmen können und sollen.

 

 

2. Ausgangslage

 

2.1. Nach sehr langem Leerstand und verschiedenen Besitzerwechseln ist der Bahnhof Leisnig am 07.12.2013 anlässlich der Deutschen Grundstücksauktionen in Berlin von der Com Media Vision AG und dem International Burnout Fund beide mit Sitz in CH-9016  St. Gallen beide vertreten durch Erwin Feurer, Am Schloss 3, D-02627 Radibor, gekauft worden.

 

2.2. Die Eigentümerschaft steht zwar gesund da, ist jedoch allein nicht in der Lage, die Restauration des Leisniger Bahnhofs materiell in jeder Hinsicht umfassend und vollkommen zu gewährleisten. Beide Firmen haben jedoch die Absicht, die als sehr hoffnungsvoll eingeschätzte Lage sowohl des Bahnhofs als auch der historischen Stadt Leisnig für ihre Positionierung zu nutzen und einzusetzen.

 

 

3. Denkmalpflegerische Bedeutung[2]

 

3.1. Bahnhof Leisnig (Kulturdenkmal)

 

3.2. Strecke Borsdorf – Coswig (Teilabschnitt Borsdorf – Leisnig August 1865 bis Oktober 1867 erbaut)

 

3.3. Empfangsgebäude des Bahnhofs wurde am 27. Okt. 1867 mit dem Streckenabschnitt Grimma – Leisnig eröffnet, besteht aus Ensemble von Dienst- und Betriebsgebäuden

 

3.4. Gebäudeensemble weist Ähnlichkeit mit Oberem Bahnhof Grimma auf: deshalb stammt der Entwurf des Bahnhofsgebäudes vermutlich von Eduard Heuchler (1801 – 1879) aus Freiberg (Heuchler entwarf nachweislich den Bahnhof Grimma und den Freiberger Bahnhof)

 

3.5. Fünfteiliger Baukörper: eingeschossige Halle und Zwischenflügel, zweigeschossige Kopfbauten

 

3.6. Repräsentatives Gebäude in den Formen des romantischen Historismus mit Anklängen an die romanische Sakralarchitektur Italiens und Elementen der Renaissance: noble Lisenengliederung mit Rundbogenfriesen und fialartigen Eckpfeilern

 

3.7. Eingangshalle mit drei Rundbogenportalen, Giebelfeld mit Rundfenster und Glockentürmchen; wertvolle hölzerne Kassettendecke noch vorhanden

 

3.8. Stadtseitiger Kopfbau mit Erker und darüber befindlicher Terrasse

 

3.9. Durchgehende mittige Eingangshalle, sich anschließende Wartesälen mit Bahnhofswirtschaft bzw. Fahrkartenschaltern, Gepäckabfertigung etc. in den Zwischenflügeln, in den zweigeschossigen Kopfbauten im EG Diensträume und Bahnhofsrestaurant, im OG Dienstwohnungen

 

3.10. Weitere interessante Gebäude( Denkmale):

 

3.10.1. Alte Wasserstation – dreiteiliger Aufbau: Wasserhaus mit Hochbehälter und darunter liegender Vorwärmanlage , eingeschossige Anbauten als Pumpenhaus, Schirrkammer und Kohlenschuppen genutzt

 

3.10.2. Eingleisiger Lokschuppen aus Holz für 2 Maschinen mit Tandemaufstellung, Lüftungsaufsätze mit Rauchabzügen

 

 

4. Grobe Zielsetzung der jetzigen Eigentümerschaft[3]

 

4.1. Grundgedanke Belebung des ländlichen und städtischen Raums.

 

4.2. Bahnhof als Motor, Transmitter, Katalysator für eine Positionierung einer attraktiven historischen Stadt und diverser Nebenprojekte.

 

4.3. Bildung eines überparteilichen, religiös/konfessionell unabhängigen, modern ausgerichteten Netzwerks, um dem Bahnhof Leisnig eine Funktion im Stadtleben zu verschaffen, ihn durch geeignete Angebote kommerziell und kulturell tragfähig zu machen und der Stadt Leisnig einen bedeutenden Anstoss zu einer erfolgreichen Zukunft zu geben.

 

4.4. Bahnhof als Zugpferd für eine selbstbewusste innere und äussere Entwicklung und Veränderung eines stagnierenden, leicht rückwärtsgerichteten Trends einer wertvollen historischen Stadt.

 

4.5. Positionierung als historische, touristisch attraktive historische Stadt mit Entwicklungspotenzial.

 

4.6. Coaching/Management erforderlich.

 

4.7. Visionen und Utopien ermitteln, Vorbilder Pirna, Görlitz, Bautzen, die den Turnaround mittels einer konsequenten, die unbestrittenen Vorzüge hervorhebenden Positionierung geschafft haben.

 

4.8. Dringender Bedarf einer Zündung durch ein breit abgestütztes mit hoher öffentlicher Akzeptanz versehenes und von verschiedensten Grupperungen getragenes gemeinsames Bahnhofsprojekt.

 

4.9. Nutzung und Erhalt des Bahnhofs als Gemeinschaftsaufgabe.

 

4.10. Öffentliche Institution im Bahnhof als Teilnutzung.

 

 

5. Erweiterte mögliche Zielsetzungen

 

5.1. Belebung des städtischen und ländlichen Raums in der Absicht die Abwanderung in den Westen aufzuhalten bzw. die Zuwanderung in den Osten zu fördern.

 

5.2. Schaffung von Arbeitsplätzen an,  im und um das Kulturgut Bahnhof Leisnig.

 

5.3. Sensibilisierung sämtlicher Gesellschaftskreise für eine materielle und ideelle Unterstützung eines Gesamtprojekts u.a. zu Gunsten der „Ausgegrenzten, Vergessenen und Überflüssigen“ der Gesellschaft durch Bildung von Arbeitsplätzen für Behinderte, Benachteiligte, Gestrauchelte.

 

5.4. Schaffung eines Helpcenters im Objekt mit der Möglichkeit auch vorübergehende Übernachtungen und Erholungsaufenthalte anzubieten.

 

5.5. „Auffangbecken“ für Hilfsbedürftige.

 

5.6. Erreichen eines erhöhten Interesses der Öffentlichkeit und insbesondere der Medien durch die aussergewöhnliche Konstellation und die Initiierung eines enorm spannenden, zukunftsorientierten Projekts.

 

5.7. Am  Objekt selbst Durchführung von konkreten Sicherungsarbeiten, Verhinderung des weiteren Zerfalls, Ausführen denkmalpflegegerechter Sanierungsarbeiten.

 

5.8. Weitestgehende Öffnung des Leisniger Bahnhofs für die Öffentlichkeit durch sofort einsetzende Veranstaltungen wie „Kunst am Bau“, Ausstellungen, laufende Informationen, Referate durch Fachleute, Musikanlässe, Literaturvorstellungen, Lesungen, Aktionen, Festlichkeiten etc.

 

5.9. Schaffung eines zeitlich und räumlich weitmöglichsten Zugangs der Öffentlichkeit zu einer der „schönsten Baustellen der Welt“.

 

5.10. Finanzierung der sofort geschaffenen Arbeitsplätze durch Erhebung von Eintrittsgeldern, Sponsorenaktivierung und Verkauf geeigneter Güter wie Souvenirs, Bücher, Kunst und Kunsthandwerk sowie durch Artikel hergestellt in Eigen- und Fremdproduktion.

 

5.11. Inbetriebnahme einer zweckmässigen Gastronomie, die sich selbst finanzieren kann durch ein vernünftiges Getränke- und Essensangebot mit ausgewogenem Preis-/Leistungsverhältnis.

 

5.12. Insgesamt eine Vertrauensfrage an ein breites Publikum und an die Öffentlichkeit, ob die Bereitschaft vorhanden ist, ein Angebot anzunehmen und auch (mit-) zu tragen.

 

 

6. Bisherige und laufende Aktivitäten

 

6.1. Es sind sehr viele und zielgerichtete Gespräche mit Vertretern der Behörden, Stadtverwaltung, Denkmalpflege sowie interessierten Kreisen geführt worden, aus denen die Sorge um aber auch der unbedingte Wille zum Erhalt des Bahnhofs Leisnig klar hervorging.

 

6.2. Im Sinne einer proaktiven Öffentlichkeitsarbeit und einer hohen Transparenz sind die Medien von Beginn weg sehr nahe herangezogen worden. Die Eigentümerschaft beabsichtigt - in Abstimmung mit den involvierten Kreisen - diese Arbeit noch zu intensivieren und auszuweiten, um den Namen (Bahnhof) Leisnig zu einem Markenzeichen in Sachsen zu positionieren.

 

6.3. Weitere bereits geschehene Aktivitäten: Verarbeitung der Feedbacks, Netzwerkbildung, Ordnung schaffen, Herausgabe zweier Publikationen „Messages from Leisnig“, Anfänge einer Positionierung, Studium der Grundlagen und Möglichkeiten, Grobe Säuberung des Bahnhofs, diverse Fensterreparaturen, Öffnung dieser Fenster als sichtbares Zeichen der Inbesitznahme.

 

6.4. Für den Bahnhof Leisnig ist bereits ein Blog www.bahnhofleisnig.blogspot.com sowie eine Facebook-Seite https://www.facebook.com/#!/bahnhofleisnig eingerichtet worden.

 

 

7. Meine persönlichen Interessen  

 

7.1. International Burnout Fund


Der International Burnout Fund ist von Erwin Feurer am 1. Mai 2009 gegründet worden mit dem Ziel, die grösste Selbsthilfeorganisation in Europa mit 100‘000 Sympathisanten, Gönnern und Mitgliedern zu werden. Der IBF engagiert sich für die „Ausgegrenzten, Vergessenen und Überflüssigen“, ist gleichzeitig auch ein Geschäftsmodell.

 

7.2. „Benzin aus Sand“


 

7.3. Buch der Synergie


 

7.4. Com Media Vision AG Kunstbuchverlag mit über 50 Publikationen


Seit 2009 ist Erwin Feurer als Autor, Verleger und Herausgeber von bis anhin rund 50 Publikationen tätig. Dem Kunstbuchverlag ist mit der Herausgabe von Büchern zu Gunsten der „Ausgegrenzten, Vergessenen und Überflüssigen“ eine breite Basis gegeben worden.  

 

7.5. „Weltrevolutionen/Paradigmenwechsel“


 

7.6. Kunst und Kultur


 

7.7. Vermittlung Ost-West und umgekehrt


 

7.8. Der International Burnout Fund 7.1. und die Com Media Vision AG 7.4. sind Eigentümer des Bahnhofs Leisnig und wollen an diesem Standort tätig werden. Eine zweckmässige Verwaltung wird demnächst im Bahnhof eingerichtet.

 

 

B. Bau- und Nutzungskonzept

 

8. Baukonzept

 

8.1. Der Bahnhof Leisnig muss nicht neu erfunden werden. Der 1876 eröffnete neugotische Bau ist als Kulturdenkmal „sakrosankt“. Die Sicherung und Gesundung der Bausubstanz ist bereits in die Wege geleitet. Dennoch werden der Nutzung entsprechend Anpassungen erfolgen, die in Absprache mit der Denkmalpflege vom Bauplanungsbüro Schröder, Herrn Maik Schröder, Döbeln, nach den von der Eigentümerschaft unten formulierten Planungsgrundlagen erarbeitet werden.

 

8.2. Planungsgrundlagen

 

Die Bereitstellung und Anwendung einer höchstmöglichen Vielfalt von Planungsgrundlagen unter Beizug der massgebenden Experten wird so zeitnah wie möglich in folgenden Bereichen angestrebt:

 

  • Gesetzliche Grundlagen, Bauvorschriften, Normen, Richtlinien und Vorschriften der Denkmalpflege
  • Bauhistorie, sämtliche bisher verfügbaren Dokumente und Unterlagen
  • Alte Pläne, Fotografien, Zeichnungen, Beschreibungen etc.
  • Studium, Einschätzung, Auswertung der Bedeutung des Bahnhofs für das engere und weitere Umfeld, Berücksichtigung der Kultur der Gegend
  • Grundlagenuntersuchungen, Analysen und Prognosen zu Themen, die für den Bahnhof Leisnig von Bedeutung sind
  • Einschätzungen der orts- und gegendspezifischen Infrastruktur
  • Bauaufnahme, Vermessung, Volumenberechnung, statische Untersuchungen, Baugrunduntersuchungen, Mauerwerkanalysen
  • Ermittlung der denkmalpflegerischen Gebundenheiten bzw. Freiheiten
  • Analyse der Nutzungsmöglichkeiten, Abstimmung der bisherigen Nutzungen mit zukünftigen Anforderungen
  • Ermittlung der privaten und öffentlichen finanziellen Mittel, die bereit gestellt werden können/müssen
  • Kostenvoranschläge, Devisierungen, Offerteneinholungen
  • Wirtschaftlichkeits- und Renditeberechnungen
  • Erstellung genauer und zuverlässiger Pläne, ev. Modelle
  • Festlegung eines Farbkonzepts, der charakteristischen Proportionen und Formenlinien
  • Würdigung und Akzeptanz des Potentials des Gesamtensembles in seiner Denkmalaussage

 

Die obige Auflistung ist weder vollständig, noch ist sie das Mass aller notwendigen Planungsunterlagen, d.h. sie kann auch gekürzt werden. Die einzelnen Punkte überschneiden sich, ergänzen sich und spielen wechselseitig zusammen.

 

Wichtig ist uns, dass mit grossem Respekt und mit einem hohen Mass an Ehrfurcht mit jedem einzelnen Bauteil einerseits und mit dem Gesamtwerk eingebettet in eine geschützte Kulturlandschaft  andererseits bei sämtlichen Planungs- und vor allem dann auch Arbeitsschritten vorgegangen wird. Das Bewusstwerden und Bewusstsein dieser Einstellung ist Voraussetzung für jeden Baubeteiligten, sei es Planer, Experte oder irgendeine Arbeit in und um den Bau Ausführenden. Die tatsächliche Gefahr oder ein Handicap besteht nicht in einer Über- oder Unterplanung, sondern im konkret sorglosen Umgang in arbeitsmässiger und handwerklicher Hinsicht mit dem Bauwerk. Wenn es gelingt, dieses Bewusstsein auf allen Stufen zu sensibilisieren, ist ein wesentliches Ziel erreicht.

 

Im Folgenden werden die nach heutigem Erkenntnisstand bereits vorhandenen Planungsgrundlagen in der Art dargestellt, wie sie momentan vorliegen, d.h. sie werden laufend verbessert und ergänzt.

 

 

9. Voraussetzungen eines Nutzungskonzepts

 

9.1. Grundvoraussetzungen: Ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, hohe Sozialkompetenz und ein modernes Bild von Gleichberechtigung der Geschlechter, Rassen, Religionen und Kulturen sind die Grundlage der Zusammenarbeit und Nutzung des Leisniger Bahnhofs. Eine Meinungs-, Herkunfts- und Bildungsvielfalt ist nicht nur toleriert, sondern erwünscht. Es wird dabei vorausgesetzt, dass Nutzer religiöse und politische Toleranz pflegen, nach ethischen und moralischen Grundsätzen handeln und in ihrem Wirken Nachhaltigkeit anstreben.

 

9.2. Gesamtkriterien: Es werden Nutzungen gesucht in den Bereichen Soziales und Wirtschaft, Kunst und Kultur sowie Wissen und Kreativität. Im Sinne einer offenen Gesellschaft streben wir eine kulturelle Vielfalt an. Im Bahnhof und der dazugehörenden Umgebung soll gearbeitet, gewohnt und gelebt werden.

 

9.3. Grundkriterien: Wünschbar sind stabile, dauerhafte und berechenbare Nutzungen, die finanziell gesichert sind. Die Verträglichkeit mit der historischen Würde des Bahnhofs und seiner Umgebung, mit den denkmalpflegerischen Aspekten sowie mit den übrigen Nutzungen muss abgewogen und geprüft werden. Die infrastrukturelle Belastung muss tragbar sein. Angestrebt wird eine hohe Qualität von Produkten und Dienstleistungen.

 

9.4. Zusatzkriterien: Schaffung von Arbeitsplätzen, Synergien mit anderen Nutzern, interdisziplinäre Vernetzung, ein wirtschaftlich/kultureller Austausch mit der Region, grenzüberschreitende Ausstrahlung sowie insgesamt Wertschöpfung und Steuerkraft sind erwünscht und werden angestrebt.

 

9.5. Mögliche Nutzungen

 

9.5.1. Wohnraum

 

9.5.1.1. Eigentumswohnungen

9.5.1.2. Mietwohnungen

9.5.1.3. Altersresidenzen

9.5.1.4. Begleitetes Wohnen

 

9.5.2. Geschäftsraum

 

9.5.2.1. Büros/Geschäftsdomizile

 

9.5.2.2. Werkstätten

 

9.5.2.2.1. Kleine Produktionsbetriebe

9.5.2.2.2. Handwerk

9.5.2.2.3. Künstlerateliers

 

9.5.2.2.4. Kulturelle Veranstaltungen

 

9.5.2.2.4.1. Kunstausstellungen

9.5.2.2.4.2. Konzerte

9.5.2.2.4.3. Theateraufführungen

 

9.5.2.2.5. Workshops

 

9.5.2.3. Therapiezentrum

 

9.5.2.4. Kulturzentrum

 

9.5.2.5. Gastronomie

 

9.5.2.5.1. Gästehaus

9.5.2.5.2. Restaurant

9.5.2.5.3. Tagescafé

 

9.6. Interessen- und Absichtserklärungen

 

Unter diesem Punkt werden von allen in irgendeiner Form am Bahnhof Leisnig interessierten oder beteiligten Privaten, Firmen sowie von Vertretern der Öffentlichkeit, Behörden, Denkmalpflege etc. Stellungnahmen, Interessens- und Absichtserklärungen interaktiv eingebracht und dargestellt.

 

9.7. Denkmalpflegerische Grundsätze

 

9.7.1. Instandhaltung

9.7.2. Instandsetzung

9.7.3. Sanierung

9.7.4. Konservierung

9.7.5. Renovierung

9.7.6. Restaurierung

9.7.7. Befunduntersuchung

 

9.8. Gesetzliche Grundlage

Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen (Sächsisches Denkmalschutzgesetz – SächsDSchG) SächsGVBl. Jg. 1993 Bl.-Nr. 14 S. 229 Fsn-Nr.: 46-1
Fassung gültig ab: 01.05.2014

 

§ 8

(1) Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen haben diese pfleglich zu behandeln, im Rahmen des Zumutbaren denkmalgerecht zu erhalten und vor Gefährdung zu schützen.

(2) Der Freistaat Sachsen trägt hierzu durch Zuschüsse nach Maßgabe der dafür zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bei. Bewilligungsbehörden sind die unteren Denkmalschutzbehörden. Für Zuwendungen an Kreisfreie Städte, Landkreise und Gemeinden, die nach § 3 Abs. 2 zur unteren Denkmalschutzbehörde erklärt wurden, ist die Landesdirektion Sachsen Bewilligungsbehörde. Die zur Erfüllung der Aufgabe „Bewilligung von Zuwendungen zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen“ notwendigen Haushaltsmittel des Landesprogrammes Denkmalpflege, die im Staatshaushalt veranschlagt sind, werden den unteren Denkmalschutzbehörden zur Bewirtschaftung zugewiesen. Davon ausgenommen sind Mittel, die sich auf Objekte beziehen, die sich im Eigentum der unteren Denkmalschutzbehörden befinden. Das Staatsministerium des Innern kann Zweck, Gegenstand, Voraussetzungen und Verfahren, Empfängerkreis sowie Art, Umfang und Höhe der Zuwendung durch Rechtsverordnung regeln.

 

§ 9

(1) Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen haben diese pfleglich zu behandeln, im Rahmen des Zumutbaren denkmalgerecht zu erhalten und vor Gefährdung zu schützen.

(2) Der Freistaat Sachsen trägt hierzu durch Zuschüsse nach Maßgabe der dafür zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bei. Bewilligungsbehörden sind die unteren Denkmalschutzbehörden. Für Zuwendungen an Kreisfreie Städte, Landkreise und Gemeinden, die nach § 3 Abs. 2 zur unteren Denkmalschutzbehörde erklärt wurden, ist die Landesdirektion Sachsen Bewilligungsbehörde. Die zur Erfüllung der Aufgabe „Bewilligung von Zuwendungen zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen“ notwendigen Haushaltsmittel des Landesprogrammes Denkmalpflege, die im Staatshaushalt veranschlagt sind, werden den unteren Denkmalschutzbehörden zur Bewirtschaftung zugewiesen. Davon ausgenommen sind Mittel, die sich auf Objekte beziehen, die sich im Eigentum der unteren Denkmalschutzbehörden befinden. Das Staatsministerium des Innern kann Zweck, Gegenstand, Voraussetzungen und Verfahren, Empfängerkreis sowie Art, Umfang und Höhe der Zuwendung durch Rechtsverordnung regeln.

 

 

10. Aktuelle Lagebeurteilung

 

10.1. Tag des Offenen Denkmals vom 14.9.2014: Von ca. 12 h bis 18 h war die Stadt Leisnig an diesem bedeutenden Tag mehr oder weniger „leergefegt“. Die Burg Mildenstein hatte kaum mehr Besucher als an einem gewöhnlichen Sonntag, das Stiefelmuseum gähnte vor Leere, Stadtcafé praktisch einzige offene Gaststätte mässiger Zulauf, sämtliche Läden geschlossen, keinerlei Angebote für Besucher oder Touristen etc.

Kloster Klosterbuch trotz schlechten Wetters gut besucht, Bahnhof Klosterbuch gemäss Aussage von Herrn Andreas Riethig zufriedenstellend.

 

10.2. Grundsätzlich sollte festgestellt werden, ob dieser Zustand erwünscht ist und dem Willen der Bevölkerung entspricht. Im Sinne einer prosperierenden, historischen Stadt sollte hier m.E. jedoch Gegensteuer gegeben werden.

 

10.3. Die Burg Mildenstein ist unbestritten eines der hervorragenden und bedeutendsten Denkmalpflegeobjekte und Kulturgüter Sachsens. Sie ist nebst der intakten historischen Altstadt das Kapital der Stadt Leisnig, welches m.E. bedeutend besser genutzt werden kann.

 

10.4. Unbestritten scheint mir die Parkplatzproblematik für einen Grossandrang zur Burg; beim jetzigen „Besucherandrang“ ist dies jedoch kaum spürbar.

 

10.5. Der Bahnhof Leisnig ist eine wichtige Eingangspforte zur Stadt, zumindest was den öffentlichen Verkehr anbetrifft. Der Busterminal ist zukunftsträchtig visionär erstellt und leistungsfähig gebaut worden. Parkplatzmöglichkeiten sind rund um den Bahnhof Leisnig vorhanden und mit wenig Aufwand erweiterbar. Der Bahnhof Leisnig bietet sich als Shuttle-Station an für den Transport der Besucher zu:

 

10.5.1. Altstadt Leisnig, die mit einem funktionierenden Angebot der vorhandenen Läden und Geschäfte mit jeder vergleichbaren Stadt mehr als konkurrenzfähig ist,

 

10.5.2. Burg Mildenstein, die äusserlich und innerlich im europäischen Vergleich standhalten kann,

 

10.5.3. Kloster Klosterbuch, welches denkmalpflegerisch hervorragend und vorbildlich dasteht und seinen Test als Besuchermagnet schon oft bewiesen hat sowie

 

10.5.4. Weiteren möglichen Destinationen in der näheren Umgebung.

 

10.6. Bei nur annähernder Umsetzung dieses Positionierungsvorschlags wird klar, dass der Bahnhof Leisnig dringendst saniert und denkmalpflegegerecht wiederhergestellt werden muss, um die Trendwende der historischen Stadt Leisnig zu befördern.

 

10.7. Ein konkretes Ausbauprojekt des Bahnhofs Leisnig sollte daher absolute Priorität haben und zeitnah umgesetzt werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass im Bahnhof 2 - 6 Wohnungen, 2 -  4 projektgerechte Geschäfte sowie 1- 2 permanente Ausstellungen, u.a. der Kulturschätze der Stadt Leisnig, und eine Gastronomie  Platz haben und eingerichtet werden können. Ein konkretes Bauprojekt ist innert kürzester Zeit erstellbar, wenn der öffentliche Wille zur Umsetzung einer Neupositionierung der Stadt Leisnig geweckt und vorhanden ist.

 

 

11. Vorschlag für ein erstes Nutzungskonzept

 

11.1. Aus den in 9.5. in Erwägung gezogenen Möglichkeiten einer Nutzung des Leisniger Bahnhofs werden in einer ersten Phase realisiert:

 

11.1.1. Öffnung der Wartehalle im Mittelteil des Bahnhofs mit einer Informationsstelle

11.1.2. Ausstellungsräumlichkeiten in der Schalterhalle entweder von privater Seite als Galerie oder Kunsthaus oder von der Stadt Leisnig mit den „schlummernden“ Kunstschätzen ausgestattet und als Mieterin geführt.

11.1.3. Wiederinbetriebnahme der Gaststätte im Westflügel mit PächterIn.

11.1.4. Wiederherstellung von 2 Wohnungen im Westflügel und Vermietung an Interessenten.

11.1.5. Einrichtung einer Büroeinheit im Parterre Westteil zwischen Wartehalle und Gaststätte und Vermietung an den International Burnout Fund, den Kunstbuchverlag Com Media Vision AG sowie an weitere mögliche Interessenten.

 

 

12.  Bauliche Massnahmen

 

12.1. Sofortige Erschliessung mit Wasser/Abwasser, Elektrisch, Telekommunikation.

12.2. Erstellung eines Rohbaus mit sauberen Böden, Wänden und Decken.

12.3. Wiederherstellung und Inbetriebnahme der Toiletten.

12.4. Renovation der Treppenhäuser

12.5. Einbau von zwei Wohnungen mit mittlerem Ausbaustandard

12.6. Einbau einer Heizung

12.7. Elektroarbeiten

12.8. Sanitärarbeiten

 

 

13. Kosten

 

13.1. Die Baukosten dieser ersten Etappe sind grob geschätzt auf EUR 320‘000.

13.2. Ein detaillierter Kostenvoranschlag wird durch das Bauplanungsbüro Schröder, Herrn Maik Schröder, Döbeln, demnächst erarbeitet.

13.3. Die Eigentümerschaft wird Teile der Arbeiten an örtliche Firmen vergeben, Teile aber auch selbst ausführen.

 

 

14. Finanzierung

 

14.1. Die Förderungsmöglichkeiten der Denkmalpflege, der ILE/LEADER sowie Gönner- und Sponsorenbeiträge sind zumindest zu prüfen und in Betracht zu ziehen..

 

14.2. Am 28.8.2014 hat ein Gespräch mit den Herren BM Goth und Heckel in Leisnig stattgefunden. Es ist dabei vereinbart worden, dass der Eigentümer des Bahnhofs ein Konzept ausarbeitet, das anschliessend an die interessierten Kreise, wie Vereine etc., zur „Vernehmlassung“ gegeben wird. Das nun vorliegende Grobkonzept ist zwar noch vage, sollte jedoch - ergänzt und verbessert - als Diskussionsgrundlage die Runde machen. Anschliessend ist ein konkretes Konzept und Projekt erarbeitbar.

 

14.3. Da der Bahnhof - von wem auch immer - saniert werden muss, wird angeregt, sofort zur Sicherung der Finanzierung  ein Spenden- und Gönnerkonto einzurichten.

 

14.4. Wenn der Bahnhof baulich gesichert ist und eine Erschliessung mit Wasser/Abwasser, Elektrisch, Telekommunikation, Heizung stattgefunden hat, sollte es möglich sein, die weiteren Kosten aus dem Betrieb heraus und mittels Kreditfinanzierung zu beschaffen.

 

 

15. Antrag auf Förderung

 

15.1. Das Bauplanungsbüro Schröder, Herrn Maik Schröder, Döbeln, wird beauftragt, einen Antrag auf Förderung ILE/Leader auszuarbeiten und baldmöglichst zu stellen.

 

 

C. Von der Vision zur Realität

 

16. Schlussbemerkungen

 

16.1. Der Konzeptverfasser als Vertreter der Eigentümerschaft des Bahnhofs Leisnig ist überzeugt, dass die Stadt Leisnig auf Grund seiner Lage, seiner intakten historischen Altstadt und insbesondere mit der Burg Mildenstein ein hohes, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial besitzt, zu einem Zugpferd für eine positive Trendwende in Mittelsachsen zu werden.

 

16.2. Die Positionierung des Bahnhofs und der historischen Stadt Leisnig als touristische Attraktion in Mittelsachsen ist eine zweifelsfreie Option und ein Geschäftsmodell, an dem alle Teile der Bevölkerung profitieren können und werden. Es braucht nur umgesetzt zu werden.

 

16.3. Das vorliegende Grobkonzept ist überarbeitungsbedürftig, dessen ist sich der Verfasser bewusst. Es braucht einheimische, mit den örtlichen Gegebenheiten vertraute Menschen, die den Anstoss aufnehmen und weiterbearbeiten. Gewerbe, Wirtschaft und Politik, aber auch der ganz normale Bürger von Leisnig sind gefordert, ihre Meinung zu äussern und wenn möglich am Projekt „Visitenkarte für eine historische Stadt“ mitzuwirken. Im Sinne einer proaktiv antizipierenden und speditiven Handlungsweise wird es demnächst der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

 

 

 

 

D-02627 Radibor, 1. Oktober 2014

 

 

 

 

Erwin Feurer

 

Konzeptverfasser

International Burnout Fund

Com Media Vision AG


 

 

Die Bahnhöfe von Leisnig und Breslau haben grosse Ähnlichkeit. Beide wurden Mitte des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil gebaut, was sie ganz besonders hervorhebt. Die Neugotik zählt zu den frühesten stilistischen Unterarten des Historismus, der auf Kunst- und Architekturstile der vorausgegangenen zwei Jahrtausende zurückgriff. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im Historismus der frühe Tudorstil wieder aufgegriffen und fand später in den ehemaligen britischen Kolonien und auf dem europäischen Festland Verbreitung. Hotels und Bahnhöfe, aber auch private Wohngebäude wurden in diesem Neu-Tudorstil errichtet. Beispiele hierfür sind die Bahnhöfe von Leisnig und Wrocław Główny in Breslau.

 

Im Mittelpunkt der Verbreitung der Neugotik stand ein umfassendes Bau- und Einrichtungsprogramm, das bis in die Literatur und den Lebensstil Einzug hielt. Die Formensprache der Neugotik orientierte sich an einem idealisierten Mittelalterbild. Ihre Blüte hatte sie in der Zeit von 1830 bis 1900. Unter der Auffassung, an Freiheit und Geisteskultur mittelalterlicher Städte anzuknüpfen, errichtete man in neugotischem Stil vor allem Kirchen, Parlamente, Rathäuser und Universitäten, aber auch andere öffentliche Bauten wie Postämter, Schulen oder Bahnhöfe.

 

 

2016 wird Breslau Kulturhauptstadt Europas.

 

Wo werden dann der Bahnhof und die historische Stadt Leisnig stehen?



[1] Rudolf Maresch, Zeit für Utopien, in Maresch / Rötzer 2004
[2] Schreiben der Unteren Denkmalschutzbehörde Döbeln vom 16.12.2013
[3] Notizen für das Gespräch mit Herrn BM Tobias Goth vom 25.4.2014

Dienstag, 17. Dezember 2013

Linus Maeder dos Santos: Die Zahlenmatrix des Lebens.

Linus Maeder dos Santos: Die Zahlenmatrix des Lebens.


Die Zahlenmatrix des Lebens.
1039 Seiten, zum Teil farbig, Hardcover, 18,5 cm x 24,5 cm.

Erschienen im Com Media Vision AG Kunstbuchverlag

ISBN 978-3-9524037-0-9.

Eine Bereicherung in jeder Hinsicht!

http://www.inform-architekten.ch/sites/

http://die-zahlenmatrix-des-lebens.ch/was_ist_die_zahlenmatrix.php

Zahlenmatrizen als Software der Natur?

Dieses Buch von Linus Maeder dos Santos schlägt den grossen Bogen zwischen der Numerologie, der Chemie, der Mathematik, der Psychologie und der Architektur. Die Zahlenmatrix des Lebens ist das umfassendste Buch, das je zum Thema Numerologie geschrieben wurde. In verständlichen Worten werden die Zahleneigenschaften von 0 bis 99 beschrieben. Das Werk will Nachschlagewerk, Inspirationsquelle, Lebenshilfe und Aufklärer zugleich sein. Es zeigt auf, dass die Schöpfung einer allumfassenden Mathematik und damit Intelligenz gehorcht, die sich in unendlicher Vielfalt immer wieder aufs Neue ausdrückt. Das lateinische matrix bedeutet "Gebärmutter". Eine Matrix ist eine Tabelle oder ein Feld, in dem Zahlen so organisiert sind, dass darin Rechenoperationen ausgeführt werden können. Wesentlich daran ist seine Mehrschichtigkeit. Aus diesem Grunde erscheint der Begriff auch in diesem Buch, in dem ich versuche, die komplexen Wechselwirkungen lebendiger Prozesse über Zahlen darzustellen.

Mathematik ist die Sprache der Natur und des Universums! Gerne veranschauliche ich dies mit ein paar Beispielen:

Woher haben eigentlich die chemischen Elemente ihre Eigenschaften bekommen? Wieso besitzt das Eisen magnetische Eigenschaften und der Schwefel die Fähigkeit der Selbstentzündung? Warum ist gerade Natrium Bestandteil des Backpulvers und nicht irgendein anderes Element? Warum zerfällt das 61. Element? Jedes chemische Element besteht aus den gleichen Elementarteilchen: Proton, Elektron und Neutron. Nur deren Anzahl und die Anordnung unterscheiden sich. Das Buch zeigt auf, wie die (Ordnungs-)Zahl die Eigenschaften eines Atoms bestimmt.

Woher weiss der Körper eines Heranwachsenden, dass er sich gerade um das 13. Altersjahr in Richtung Erwachsenwerden zu transformieren hat? Die Gene geben die Befehle für die Hormonveränderungen, kann man sagen. Woher jedoch wissen die Gene, wann sie sich einschalten sollen? Die Zahl 13 ist das Prinzip der Transformation, und weil unser Körper die Umdrehungen der Erde um die Sonne durchaus mitzählt, stellt die 13 die Informationen bereit, die es zur körperlichen Transformation benötigt.

Jedes Altersjahr ist mit der entsprechenden Zahl verknüpft, die Thematiken in unser Leben bringt. Wenn 7 die Zahl von Wissen und Glauben ist, so beginnt auch der Schulunterricht etwa in diesem Altersjahr. Wenn 16 das Prinzip der Sexualität ist, so wurde in vielen Ländern das Schutzalter auf dieses Jahr festgelegt. Wenn 18 die Zahl der Selbstverantwortung ist, so liegt die Altersgrenze für den Konsum harten Alkohols oder für das Erwerben des Führerscheins selbstverständlich in diesem Altersjahr.

Was war zuerst? Benützen wir das Dezimalsystem, weil wir zehn Finger haben, oder haben wir zehn Finger, weil wir Ausdruck eines solchen Systems sind? Es ist die berühmte Frage, was zuerst war: das Huhn oder das Ei. Zehn Mondzyklen dauert eine Schwangerschaft, zehn Himmelskörper bilden unser Sonnensystem, zehn Sprossen besitzt eine Umdrehung der DNS-Spirale. Zehn Elektronen und zehn Protonen besitzt das Wassermolekül, das uns das Leben auf diesem Planeten ermöglicht. Zehn ist das Prinzip selbstorganisierter Systeme. Um es in den Worten Pythagoras' zu sagen: "Zehn ist die Mutter aller Zahlen."

Anwendungen der Zahlenmatrix

Altersthematik

Die Thematiken der Zahlen sind grundsätzlich auch Thematiken, welche rund um das Lebensjahr, in dem Sie sich befinden, an Sie herantreten werden. Dies ist so, weil wir uns alle im natürlichen Zählrhythmus des Sonnenjahres entwickeln. Damit können Sie zu einem besseren Verständnis gelangen, was Sie und Ihre Mitmenschen im Verlauf des Lebens bewegt. Die Zahlen helfen dabei, ein generationenübergreifendes Verständnis füreinander zu entwickeln. Sie zeigen vergangene Freuden und Problematiken auf (denken Sie an Ihre Pubertät zurück!) und geben einen Ausblick auf das, was kommen wird.

Geburtszahlen

Ähnlich wie die Astrologie aufzeigt, unter welchem Stern Sie geboren worden sind, veranschaulicht die Geburtszahl, unter welcher Zahl dies geschah. Diese Zahl kann ein Potential sein, aber auch Schwierigkeiten innerhalb des Themas bedeuten. Gerade für die Berufswahl kann die Zuhilfenahme der Geburtszahl sehr nützlich sein. Allgemein zeigt die Geburtszahl auf, wo besondere Potentiale liegen und wie Sie sie für sich nützen können.

Psychologie

Die Matrix des Lebens ist in der Lage Ihr Verständnis für psychologische Vorgänge zu fördern und Ihnen Lebenshilfe zu bieten. Im Stichwortverzeichnis können Sie Themen suchen, um sie in der entsprechenden Zahl genauer erläutert zu bekommen. Wenn Sie zum Beispiel das Thema Angst interessiert, werden Sie bei der Zahl 7 fündig, aber natürlich immer wiederkehrend bei Zahlen, die die 7 enthalten oder ein Vielfaches von 7 sind. Besonders spannend sind die Verknüpfungen verschiedener Themen in derselben Zahl. Was hat zum Beispiel Gruppensex mit Schriftstellerei zu tun? Lesen Sie dazu die 36. . .

Tarot und Astrologie

Die Zahlen von 0 bis 22 verknüpfen in unmittelbarer Weise die Tarotkarten der grossen Arkana und die astrologisch zugesprochenen Eigenschaften der Sonne und der Planeten mit den entsprechenden Zahlen. Numerologie, Astrologie und Tarot werden dadurch miteinander verknüpft und kombinierbar.

Chemie und Biologie

Jedes chemische Element ist über seine Ordnungszahl (welche die genaue Anzahl Protonen bzw. Elektronen in einem Element angibt) direkt mit der entsprechenden Zahl verknüpft. Ich gehe noch weiter: Ein Element ist ein physischer Ausdruck des dahinter liegenden Zahlenprinzips. Eine Zahl wird sich also über die Eigenschaften des zugeordneten chemischen Elementes ausdrücken. Moleküle als Zusammensetzungen von Atomen folgen den gleichen Gesetzen. Die Zahlenmatrix des Lebens gibt Antworten, woher denn die Eigenschaften aller Materie kommen. In der Biologie zeigt die Zahlenmatrix auf, warum welche Stoffe wo im menschlichen Körper vorkommen. Sie schafft die Verbindung von Mathematik und der DNS. Wenn jedes Atom Zahlengesetzen folgt, dann müssen es auch die riesigen Molekülketten unserer Erbsubstanz tun. Die DNS wird früher oder später als Zahlencode entschlüsselt werden – Algorithmen, geschrieben in Molekülen.

Medizin

Krankheiten werden durch Fehlinformationen im Körper hervorgerufen. Diese Informationen können physischer (schädliche Substanzen, genetische Fehler) und/oder psychischer (blockierte Gefühle, Traumata usw.) Natur sein. Im Stichwortverzeichnis können Sie Krankheiten und Körperbereiche nachschlagen, um anschliessend in der Thematik der dazugehörigen Zahlen mehr darüber zu erfahren. Dieses Buch zeigt durch die Zahlenthematiken die Verknüpfungen von Physis und Psyche auf. Architektur, Kunst, Musik Geometrie, Farben und Proportionen drücken sich in Zahlen aus. Akkorde sind Töne, deren Frequenzen in bestimmten Proportionen zueinander stehen. Kunst bedient sich der Farbe und der Form.

Die Architektur

braucht fast alles, was mit Zahlen zu tun hat: Materie, Masse, Proportionen, Farben, Geometrie, Rhythmik. Eine Architektur, welche sich der Eigenschaften der Zahlen bedient, kann mehr als nur eine schöne Hülle für einen Inhalt sein. Sie kann selbst Inhalte schaffen, Stimmungen hervorrufen, Gefühle wachrufen, das Wohlbefinden steigern und sogar Krankheiten bekämpfen

Samstag, 14. Dezember 2013

Schloss Radibor:
 
Versuch einer Wiederbelebung der Via Regia
Dresden - Bautzen -Görlitz.
 
Historische Grundlagen und Hintergründe.
Fragmentarisches Panoptikum der Aktivitäten der letzten 3 Jahre.
Auslegeordnung und Ausblick.
Visionen und Utopien.
Chancen und Risiken eines breit angelegten Kunst- und Kulturprojekts.
 Aufbau eines Zentrums für Kunst, Wissenschaft und Gesundheit.
Positionierung des Kunstbuchverlags Com Media Vision AG mit bis heute rund 40 Publikationen.
Standort des International Burnout Fund als Geschäftsmodell und Selbsthilfeorganisation.
Kunstlabel obART als Motor und Transmitter von weit über die Lausitz ausstrahlenden Botschaften.
Copyright 2013
Com Media Vision AG
Erwin Feurer
CH-9322 Egnach
„(Schloss) Radibor soll eine weltbildverändernde Stellung einnehmen.“
 
Der Osten als hoffnungsvolle Brache für Projekte zum Wohle der Menschheit.
 
Konkrete Kleinst- und Knochenarbeit  immer mit dem Blick auf die Umsetzung von grössten Visionen und Utopien in die Realität.
 
Berechtigte Erwartungen hoffnungsvoller junger Menschen erfüllen.
 
Ein offenes Haus für Menschen aus allen Schichten und für  ethisch und moralisch vertretbare Projekte darstellen.
 
Prüfung und Anwendung auch unkonventioneller Denk- und Arbeitsmodelle  im Sinne des Monte Verità zu Beginn des letzten Jahrhunderts.
 
Ungehörtes und Unerhörtes.
 
Unbekanntes, Unerkanntes und längst Bekanntes.
 
Unzumutbare Zumutung an Mutige.
Bündelung eines schier unendlichen Stoffes.
 
Sensibilisierung für Tabuisiertes.
 
Motor, Transmitter, Katalysator für eine neue  Selbstverständlichkeit.
 
Analysieren, Differenzieren, Objektivieren, Verstehen, Verändern, Leben.
Grenzen suchen, erkennen, überschreiten.
Die ungeschriebenen Gesetze der Menschenrechte erfühlen, erfassen, respektieren und anwenden.
 
 
 
 
 
 
Intro
 
Seit der Übernahme von Schloss Radibor in der sächsischen Oberlausitz nahe Dresden, Bautzen, Görlitz und wie all die spannenden grösseren und kleineren Orte dieser von spezieller Schönheit und von geschichtlich grosser Vergangenheit geprägten Gegend heissen durch Erwin Feurer bzw. durch den International Burnout Fund im Jahre 2010 ist sehr viel geschehen; es wurde allen Beteiligten aber auch klar, dass noch unglaublich viel zu tun ist.
Schloss Radibor, in der Bevölkerung weitherum verankert und beliebt, erwies sich beim Antritt „vermüllt, vandalisiert, geplündert“ in einem schrecklichen und hoffnungslosen Zustand.
Nach der Enteignung und Vertreibung der letzten Eigentümer, der Familie Freiherr von Welck, bot das Schloss Unterschlupf für Internierte und diente ab 1946 als sorbisches Lehrerbildungsinstitut und ab 1960 als Jungeninternat der sorbischen Erweiterten Oberschule Kleinwelka, um ab 1989 völlig dem Verfall preisgegeben zu sein. Verschiedene Eigentümer wechselten sich ab, immer mit dem Versprechen, etwas zu tun, hatten jedoch, so Bürgermeister Vinzenz Baberschke, bis zur Übernahme durch den IBF, „rein gar nichts für den Erhalt des Schlosses und seiner Umgebung  getan“.
Doch nun, Schritt für Schritt, Schlag auf Schlag…
CH-9322 Egnach/D-02627 Radibor, 21. Juni 2013
Der Autor, Herausgeber und Verleger
Erwin Feurer

Donnerstag, 8. August 2013

Ulrich Klobassa: Unsichtbares sichtbar machen

Ulrich Klobassa: Unsichtbares sichtbar machen
Hardcover, 126 Seiten
(1 Bewertungen)
Preis: CHF 72.46
Versandfertig in 6–8 Werktagen.
Kleiner Einblick in ein ganz grosses Werk des Kunstschaffenden Ulrich Klobassa. Tief beeindruckender Atelierbesuch vom 1. Juni 2013. Fragmentarischer Einblick in sehr wichtige Arbeiten. Initiierung eines Lernprozesses. Kunst als Sinngebung für Leben. Aktivierung der Wahrnehmung für Über- und Ausserirdisches. Profundeste Suche nach Form, Inhalt und Kausalität. Einblick in Metaphysisches durch das Medium der Kunst. Phänomenales und Phantastisches vereint mit Einfachstem. Vollendete Kombination von Intelligenz und Intuition. Künstlerische Annäherung bis hin zur Vollkommenheit an die Gesetze der Naturwissenschaften. Kreativ experimentelles Angebot von nachvollziehbaren Lösungen für hochkomplexe Problemstellungen. Streben nach dem Höchstmass der Ästhetik und des Schönheitsideals. Fragmentarisches, interaktives, sozio-kulturelles Kunstbuchprojekt.

Ludy Bauer: Werkkatalog - Kunst ist mein Leben...

Ludy Bauer: Werkkatalog - Kunst ist mein Leben...
Hardcover, 723 Seiten
Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet
Preis: CHF 197.94
Versandfertig in 6–8 Werktagen.
Werkkatalog des deutsch-schweizerischen Kunstschaffenden Ludwig "Ludy" Bauer ab 1985 aus der Sicht des Künstlers. Umfassende persönliche Aufzeichnungen ab 1985. Fragmentarische Zusammenstellung eines monumentalen Gesamt- und Lebenswerks. Abschliessender ultimativer Ansatz, Ludy Bauer regional, national und international zu positionieren. Fragmentarisches, interaktives sozio-kulturelles Kunstbuchprojekt.